Worte: Aryana, Musik: Traditional aus Schweden
Nacht über Godwald, tief sind die Schatten,
Mondlicht, das auf Ruinen fällt.
Bald wird erwachen uralter Bannfluch,
von dem kein Lied, kein Märchen erzählt.
Uralter Bann, der ewig besteht, ewiger Fluch, der niemals vergeht,
Asche ist auf die uralten Steine wie weißer Staub geweht.
Fort bist du, Schwester, seit deine Eiche
fiel unter eines Holzfällers Hand.
Wen soll ich rufen, wer wird nun helfen
uns, zu erneuern ewigen Bann?
Bärenschamane, Waldgeistes Freund,der du des Nachts von uns hast geträmt,
wende dich zu uns, komm uns zur Hilfe, gib deine Kraft zum bann!
Raansfest im Godwald, seht wie die Schatten
werden zu Menschen nach hundert Jahr′n.
Fremde gekommen, mit uns zu feiern,
arglos geraten sie in den Bann.
Feiert mit uns, ihr Wanderer hier, niemand soll heute harr′n vor der Tür!
Heut ruhn die Waffen, kommt, lasst uns tanzen, singen, die Gläser klirrn!
Vorsicht, ihr Fremden, seht dort den Schwarzen,
Oan, den Hexer, meidet ihn!
Er bringt das Dunkel, er ruft Dämonen,
finster ist, was verborgen er treibt!
Hütet euch vor des Nachthexers Blick, weichet vor seiner Kammer zurück!
Finster ist was er treibt in den Nächten, hinter verschloss′ner Tür!
Loblied für Raan, die Fremden, sie harren,
was ihnen dieser Festmorgen bringt.
Dämönenscharen greifen die Jungfrau!
Ahnt ihr, auf wessen Ruf sie gehört?
Oan der Schwarze rief sie hierher, Lichtpriester wissen das ganz genau!
Schon fliegen Steine, schon führt der Wahnsinn Noldans vor Wut erbebende Hand!
Oan der Schwarze fällt unter Steinen
und mit ihm einer, schützen wollt er.
Des Hauses Heiler, des Hexers Bruder,
nun lastet auf ihm die Trauer schwer.
Und die Geliebte, sie steht allein, muss sie schon jetzt ihn sterben sehn?
Warum, ihr Fremden, in Lichtes Namen, seid ihr vom Lichte blind?
Wieder Dämonen, wieder die Teufel,
seht, nicht der Schwarze, ein andrer wars!
Bittet den Lichtgott um seine Gnade
dass er vergeb die frevelnde Tat!
Da tritt herein des Schwarzen Geist, hebt seine Stimme udn flüstert leis:
Fluch auf euch jetzt und für alle tage, ewig schliesst sich der Kreis!
Fluch auf euch, die ihr nahmt mir mein Leben,
nie werdet ihr im Lichte Raans stehn!
Folgen sollt ihr den Schatten der taten,
solanbge Raans Stern zieht seine Bahn!
Starr steht der Geist, die Stimme verweht, Schweigen hat sich auf alles gelegt.
Tot sinkt hernieder des Lichtes Priester, Leben im Fluch vergeht.
"Fluch ausgesprochen, nie mehr gebrochen,
seit hier ein Mann sein Leben verlor.
Der, den ich liebte, der mir verbunden,
der auch ein Teil des Godwaldes war!"
Uralter Bann, der ewig besteht, ewiger Fluch, der niemals vergeht,
Asche ist auf die uralten Steine wie weißer Staub geweht.
"Die, die Ihr habt es zugelassen,
nur einen weg gibt es noch für euch!
Stellt ihr Euch Feuer, des Hexers Vater,
lässt er euch geht aus bannfluches Lauf.
Doch will ich schonen zwei, die hier stehn, zwei sollen nicht im Bann ewig gehn.
Des Hauses Heiler, des Bären Schüler, von nun an des Waldes Teil."
Geprüft stehn die Fremden vor letzten Kämpfen
gegen des Waldes wütenden Zorn.
An Oans Grabstatt mit letzten Kräften,
flehen um Gnade, bitten und schrein:
"Oan, vergib, gefehlt haben wir, bittend, bedrückt und schwach stehn wir hier.
An deinem Grabe, oh,wir verstanden, und wolln in Frieden ziehn."
"Geht, all ihr FRemden, für meine Liebe,
die für euch bat, ich lasse euch ziehn.
Doch kehrt nei wieder an diese Stätte,
lasst mnich in Frieden nun endlich ruhn."
Uralter Bann, der ewig besteht, ewiger Fluch, der niemals vergeht,
Asche ist auf die uralten Steine wie weißer Staub geweht.
"Sieh, mein Geliebter, sieh, wie sie schwinden,
wieder ward, was hier sein muss, vollbracht.
Wir sehn uns wieder in hundert Jahren,
wenn wiederkehrt des bannfluches Nacht!
Uralter Bann, der ewig besteht, ewiger Fluch, der neimals vergeht.
Tränen sind auf die Grabstatt gefallen, Seufzen im Wind verweht.
Geschrieben fü meinen LARP-Charakter, die Bardin Aryana d′Ariva. Sie war eine von den in Oans Fluch Gefangenen.
Mit Dank an Bine, Michael und all die anderen Beteiligten fü ein stimmungsvolles LARP!